Die E-Government -Strategie des Landes Brandenburg

Der Prozess der Umsetzung von E-Government bedarf zwingend durchdachter Strategien und Konzeptionen. Die Dachstrategie bildete das ursprüngliche Konzept für die E-Government-Initiative des Landes Brandenburg mit den Schwerpunkten Ausbau der IT-Infrastruktur, Bereitstellung landeseinheitlicher Basiskomponenten und Online-Dienste sowie Verbesserung der organisatorischen, finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie bildet damit die Grundlage und den Handlungsrahmen für die Umsetzung des E-Government-Prozesses im Land Brandenburg.

Am 11. Februar 2003 hat die Landesregierung die vom Ministerium des Innern gemeinsam mit der Staatskanzlei vorgelegte E-Government-Strategie des Landes Brandenburg beschlossen. Ziel dieser so genannten Dachstrategie war es, die zahlreichen Initiativen und Vorhaben des Landes und der Kommunen zu bündeln, die Aktivitäten zu koordinieren und zu steuern um mehr Bürgernähe zur Verwaltung zu erreichen und zum Abbau von Bürokratie beizutragen. Neben verwaltungsinternen Zielen, wie der Optimierung der Verwaltungsabläufe, Erreichbarkeit und Transparenz werden auch landespolitische Zielstellungen, wie zum Beispiel Verbesserung der Dienstleistungen und Information für Wirtschaft und Bürger formuliert und in diesem Zusammenhang interne und externe Aufgabenfelder definiert. Darüber hinaus beinhaltet die Dachstrategie jedoch auch Aussagen zur technischen Infrastruktur des Landes und zu diesbezüglich notwendigen Maßnahmen.

Der am 10. August 2004 beschlossene Masterplan E-Government der Landesregierung Brandenburg ist in Verbindung mit dem Aktionsplan E-Government eines von vier aus der E-Government-Strategie abgeleiteten Regelwerken. Zusammen mit der E-Government- und IT-Organisationsrichtlinie, der IT-Standardisierungsrichtlinie einschließlich der IT-Strategie und der noch zu erarbeitenden IT-Sicherheitsrichtlinie bildet er ein Paket zur Begleitung des Ausbaus der elektronischen Verwaltung.

Im Masterplan werden die Aktivitäten im Bereich des E-Government über Bundes-, Landes- und kommunale Grenzen sowie über Ressortgrenzen hinweg mit Bezug auf die Zielgruppen in ihrer Komplexität aufgezeigt. Darüber hinaus wird dargestellt, wie Vorhaben sachgerecht zu verknüpfen sowie durch politischen und fachlichen Rückhalt zu befördern sind.

Die E-Government-Strategie des Landes Brandenburg wird aktuell fortgeschrieben.

Letzte Aktualisierung: 18.10.2010
Verantwortlich: Cornelius Everding